Maren
Theine ,
Schülerin der Klasse 9d der THR nimmt am Bewerbungstraining teil, der
ersten KURS
–Kooperationsmaßnahme mit unserem neuen Partner, dem dm-drogerie-markt
Verteilzentrum.

Sie
ist heute Nachmittag zum Einzelgespräch eingeladen und ein wenig
aufgeregt. Welche Fragen wird Frau
Leis,
Ausbildungsbetreuerin in der Abteilung Mitarbeiter und
Organisationsentwicklung ihr stellen? Würde sie am Ende den gewünschten
Ausbildungsplatz bekommen können?
Im November 04 hatten Maren und über 50 andere Schülerinnen und Schüler
der Klassen 9a und 9d sich im Rahmen des Deutschunterrichts bei Frau
Prawitz auf Ausbildungsplätze für die Berufe Fachkraft
für Lagerlogistik
und Bürokauffrau/ -mann
beworben. Zuvor hatten die Klassen eine Betriebserkundung durchgeführt
und einen ersten Eindruck von beiden Berufen und der Arbeit im
Verteilzentrum erhalten.
Nach Durchsicht aller Bewerbungsmappen und detaillierter Rückmeldung an
die Schülerinnen und Schüler (Frau Leis hatte jedem Schüler einen
individuellen Feedbackbogen ausgestellt und dann eine Stunde lang in der
Aula allgemeine Hinweise und wichtige Tipps zu allen Bewerbungen
gegeben!) wurden zehn Bewerber und Bewerberinnen für den Nachmittag
des13. Januar 05. zum Gruppengespräch ins Verteilzentrum
eingeladen.
Nach dem Konzept jeder „echten „ Bewerbung hatten die Kandidaten
drei Stunden lang Gelegenheit sich zu präsentieren, Fragen zu stellen,
Aufgaben zu lösen und so einen Eindruck zu vermitteln zu ihrer Persönlichkeit,
ihrer Konzentrations- und Teamfähigkeit, ihrer Selbständigkeit und der
Fähigkeit, sich auf Neues einzustellen.
Die Realitätsnähe und Ernsthaftigkeit dieses doch fiktiven
Gruppengesprächs zeigten sich an der Art der Gesprächsführung durch
Frau Leis und Herrn Hutzler, ihren Chef (Stellv. Bereichsleiter
Mitarbeiter und
Organisationsentwicklung), sowie am großen Interesse und der
engagierten Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler.
Vier von ihnen wurden später zum Einzelgespräch eingeladen, den sechs
anderen gab Frau Leis eine genaue Begründung für ihre Ablehnung
So kam es, dass Maren nun den „Ernstfall“ proben darf:
Frau Leis fragt sie nach ihrem „Traumberuf“ ;denn in Wirklichkeit
wird Maren nach Abschluss der Realschule vielleicht einen ganz anderen
Weg, fern der dm-Drogeriemärkte gehen.
Sie spricht mit ihr über die schulischen Leistungen und das außerschulische
Engagement und lässt sie sich selbst beschreiben : Welches sind ihre Stärken
und Schwächen, was könnte sie dem Betrieb und seinen Mitarbeitern
geben; warum sollte man gerade ihr einen Ausbildungsplatz anbieten?
Dass dies am Ende des eineinhalbstündigen Gesprächs nun nicht
geschieht, ist für Maren keine allzu große Enttäuschung. Sie ist um
wertvolle Erfahrungen reicher geworden und wird sich irgendwann später
in einer realen Bewerbungssituation an dieses Erlebnis und manche
hilfreiche Einzelheit erinnern.
09.
Februar 2005
Angelika
Gabrysch