Inhalt: Juni 2006/Nr. 36
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THR-aktuell
Inhalt
Ø
Abschiede:
- Frau Sebastian verabschiedet
sich von
der THR nach 30 Jahren.
Die
Lehrerschaft würdigt eine liebe Kollegin.
-
Frau
Baumgärtner geht nach Rheinland-Pfalz.
Ø Fahrten
nach Schottland und nach Paris
Frau
Sebastian verabschiedet sich von
der THR nach 30 Jahren.
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Angefangen
hat für mich alles im Sommer 1976 mit zwei
fünften Klassen in Meckenheim-Altendorf
und einem Dreierkollegium: Herr Ludwig, Frau von
zur Mühlen und ich. Von der Stunde Null an habe ich also die
Entwicklung dieser Schule miterlebt.
Sie
wuchs so schnell, dass zwei Provisorien nacheinander bald an ihre
Grenzen stießen. Dann kamen wir in die Baracken im Ruhrfeld –
eine schöne Zeit, auch wenn wir oft mit Regenschirm und Mantel, Pfützen
überspringend, von einem Feldhaus zum anderen durchs Freie eilten,
um pünktlich mit dem Unterricht beginnen zu können. Erst der
dritte Umzug führte uns in unser jetziges schönes Gebäude in der
Königsberger Straße – endlich eine eigene Bleibe! |

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Sie
wuchs so schnell, dass zwei Provisorien nacheinander bald an ihre
Grenzen stießen. Dann kamen wir in die Baracken im Ruhrfeld –
eine schöne Zeit, auch wenn wir oft mit Regenschirm und Mantel, Pfützen
überspringend, von einem Feldhaus zum anderen durchs Freie eilten,
um pünktlich mit dem Unterricht beginnen zu können. Erst der
dritte Umzug führte uns in unser jetziges schönes Gebäude in der
Königsberger Straße – endlich eine eigene Bleibe!
Nach
dreißig Jahren THR fällt es mir schwer, Abschied zu nehmen von
meinem Kollegium, in dem ich mich bei allen seinen Veränderungen
immer wohl gefühlt habe. Denn wir arbeiteten stets gut zusammen und
konnten manche neue Idee umsetzen. So erinnere ich mich besonders
gerne an den Austausch mit der französischen Partnerschule in
St.-Amant-de-Boix, der für alle Beteiligten sehr fruchtbar war,
lernten wir doch „hautnah“ Schulsystem und französisches
Familien- und Gesellschaftsleben kennen. Viel Freude hat es mir auch
gemacht, Schüler und Schülerinnen in der Streitschlichtung
auszubilden und sie dann bei ihrer Schlichtertätigkeit zu
begleiten. Leider wird diese Möglichkeit zur Zeit nicht so genutzt,
wie es wünschenswert wäre.
Es
fällt mir schwer, von meiner Klasse Abschied zu nehmen, die ich in
ihrem letzten Jahr „im Stich“ lassen muss, das heißt ich kann
sie nicht mehr zum Abschluss führen. Das Gleiche gilt für die
beiden anderen 9er Gruppen, Deutsch und Französisch. Ich würde
auch gerne erfahren, wie es sich bewähren wird, mit Französisch
schon in Klasse 6 zu beginnen statt wie bisher in Klasse 7.
Weniger
betrübt mich allerdings, dass ich nicht mehr an den neuen
Abschlussprüfungen zum Ende der zehnten Klassen beteiligt sein
werde, denn der Sinn dieses Arbeitsaufwandes erschließt sich mir
noch nicht so recht...
Einen
Tag ohne Schule kann ich mir im Moment noch nicht recht vorstellen.
Sicher wird mir der Kontakt zu den Jugendlichen fehlen, der immer
ein Stück Lebendigkeit vermittelt hat – auch wenn es manchmal
eine eher heftige Lebendigkeit war! Aber ich habe ihn stets als
Bereicherung empfunden. Die Erfahrungen meiner inzwischen schon
pensionierten Kollegen und Kolleginnen lassen mich aber dieser neuen
Lebensphase recht optimistisch entgegensehen.
Ich
wünsche meiner Schule für die Zukunft alles Gute und Offenheit für
notwendige Veränderungen. Den Schülerinnen und Schülern wünsche
ich Erfolg auf ihrem Weg in den Beruf und in die Erwachsenenwelt und
den Eltern weiterhin eine fruchtbare Mitarbeit in der Schulgemeinde.
Dorothea
Sebastian
Vive
Dorothea Sebastian!
Schon
bei den ersten Schritten der Theodor-Heuss-Realschule 1976 war Frau
Sebastian dabei. Als „Frau der ersten Stunde“ hat sie die Schule
in drei Jahrzehnten entscheidend mit geprägt.
Typisch
für sie war es, dass sie von Beginn bis zum Ende ihres Berufslebens
bereit war, Sonderaufgaben an der Schule zu übernehmen:
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Sie
hat jahrelang die Schülerzeitungs-AG geleitet, die das
sogenannte „Barackenblatt“ herausbrachte, das seinen Namen
in Anlehnung an die barackenähnliche Unterbringung im Ruhrfeld
führte. |
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Sie
hat mit Sachkenntnis und gutem Geschmack alle Buchprämien
ausgesucht, die beim Abschluss der 10er Klassen an verdiente Schüler
vergeben werden. |
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Sie
hat die Schülerbücherei gegründet, geleitet und immer auf
den neuesten Stand gebracht. |
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Sie
hat mit Schülern der 5er Klassen Lesenächte durchgeführt,
um die Lesefreude zu stärken. |
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Sie
betreut seit 1998 das Projekt „Streitschlichtung“ und
leitet jährlich die Ausbildung der Schüler als
Streitschlichter. Dieses Projekt ist ihr ein ganz besonderes
Anliegen. |
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Sie
war in der letzten Zeit die Verbindung des Kollegiums zum Förderverein
der Schule, in dessen Vorstand sie mitarbeitet. |
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Sie
hat beim Schüleraustausch mit Frankreich in den Jahren
1995–2000 tatkräftig mitgewirkt. Auch dieser Teil des
Schulprogramms lag ihr sehr am Herzen! |
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Sie
ist seit vielen Jahren ständige Begleiterin auf den Fahrten
nach Paris, die an unserer Schule mit den Französischkursen der
8er Klassen durchführen. |
Frau
Sebastian war immer an allen neuen Entwicklungen interessiert und
hat sich mit großem Engagement für neue Ideen im schulischen
Bereich eingesetzt und dazu beigetragen, sie umzusetzen. Dabei
zeigte sie stets eine ausgleichende, beruhigende, aber auch
beharrliche und wenn nötig auch streitbare Art. Sie setzte vor
allem bei Schülern auf Einsicht und Vernunft, nie auf Verbote. Sie
wollte verkrustete Zustände aufbrechen, alte Zöpfe abschneiden –
getreu dem Motto, dass man „unter den Talaren den Muff von 1000
Jahren“ wegpusten muss. Sie arbeitete am Abbau von Autoritäten
und an der Förderung der individuellen Autonomie – allerdings
immer unter der Bedingung der Einhaltung von Regeln.
Obwohl
Frau Sebastian nun nach so langer Zeit – nach 30 Jahren und in
ihrem 65. Lebensjahr – die Schule verlässt, hat sie in ihrem Elan
für die Schule, für die THR, nicht nachgelassen. So mag sie für
uns alle ein Vorbild sein und bleiben.
Wir
wünschen Frau Sebastian alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg!
Marlies
Mohr-Guntrum
für das Kollegium der THR
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Saskia
Baumgärtner:„Ich bin dann weg…“
Ab
dem nächsten Schuljahr werde ich in Westhofen bei Alzey in
Rheinland-Pfalz unterrichten und damit endlich die Möglichkeit haben, mit
meinem Mann – und unserem Dackel Pauli – zusammen zu leben.
Ich
möchte mich an dieser Stelle bei allen Lehrern, Schülern, Eltern und bei
Herrn Klassen und Frau Groß herzlich bedanken, die mich die drei Jahre in
Meckenheim begleitet und unterstützt haben.
Ich
wünsche euch Kollegen und Kolleginnen viel Kraft, Spaß und Gelassenheit
im Unterricht und euch Schülern viel Glück und Erfolg auf eurem
Lebensweg!
Wer
Lust hat mich zu besuchen, ist im schönen Rheinhessen immer herzlich
willkommen!
Saskia
Baumgärtner
Das
Kollegium der THR wird die Offenheit, Einsatzfreude und Kompetenz von
Frau Baumgärtner vermissen. Wir wünschen ihr viel Erfolg, privat wie
beruflich, und wollen der ausgesprochenen Einladung bei guter
Gelegenheit gerne folgen!
Red.
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In
Schottland und in Paris
Zwischen
14. und 17. Mai d. J. besuchten 16 Schüler der Klassen 9 und 10 mit Frau
Wilms-Drießen und Frau Baumgärtner Edinburgh und das schottische
Hochland.
Und vom 12. bis 14. Juni war wieder einmal der Französischkurs
Klasse 8 in Paris. 19 Mädchen und 14 Jungen haben seine Sehenswürdigkeiten
unter der sachkundigen Führung von Frau Mohr-Guntrum, Frau Sebastian und
Frau Arandan erkundet. Beide Exkursionen waren rundum gelungen.
Red.
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